Symptome der Parkinsonkrankheit im Einzelnen:
 

Akinese

Gebundenheit der Bewegungen, anfangs meist einseitig,das Hauptsymptom des Parkinson; die Mimik des Gesichtes verarmt an Lebhaftigkeit, der Lidschlag wird seltener,die Gestik wird sparsamer, die Schritte werden kleiner und schlurfend, die Schrift wird im Laufe einer Zeile kleiner, die Mitbewegung der Arme beim Gehen lässt nach.
Akinese ist keine Parese, d.h. keine Schwäche oder Lähmung, sondern das Unvermögen, Teilbewegungen parallel nebeneinander oder sequentiell nacheinander  rasch zu planen.
Ein besondere Form ist das Freezing, eine Starthemmung, die zum Teil emotional gebahnt ist (z.B. bei Angst vor Straßenüberquerung) und stundenlang anhalten kann.

 

Rigor

Eine Erhöhung der Spannung der quergestreiften Muskulatur; keine Spastik, wie z.B. beim Schlaganfall, bei der Multiplen Sklerose oder bei einer Querschnittslähmung, sondern eine Art wächserner Widerstand.

Für die Spastik gilt das Schlagwort des Taschenmesserphänomen, d.h. zu Beginn einer passiven Bewegung hat der Untersucher einen hohen Widerstand zu überwinden, der dann rasch nachlässt. Für den Rigor spricht man von einem Zahnradphänomen, d.h. in jeder Stellung des Gelenkes ist der Widerstand etwa gleich, die passive Bewegung verläuft in kleinen Rucken.
Diese Muskelspannungserhöhung wird von vielen Patienten anfangs als Ausdruck eines schmerzhaften Wirbelsäulensyndroms gedeutet und führt sie zum Orthopäden. 

Tremor

Ein Zittern von Armen, Beinen oder Kopf, das in der Regel bei Ruhe, also nicht beim Halten oder bei einer Bewegungsaktion und auch nicht bei Bewegungen auf ein Ziel hin auftritt...

Wie die Akinese kann auch der Tremor einseitig beginnen.

Typischerweise ist er affektgebahnt, d.h. fühlt sich der Patient beobachtet und/oder unter Druck, oder ist er erregt, nimmt der Tremor an Intensität zu; unter ruhigen Bedingungen ist derselbe Patient möglicherweise ohne jeden Tremor. Mit dem Einschlafen beruhigt sich der Tremor, kann vor/während/nach den REM-Phasen, wenn auch in kleinerem Ausmass, jedoch wieder auftreten.

(Aus: Arnd Köster/Peter Clarenbach: Morbus Parkinson – ein Leben in Bewegung)